Ein Vater wurde nach einem Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert, sein Sohn arbeitete tagsüber und pflegte ihn nachts. Über ein Jahr später starb der Sohn an einer Hirnblutung. Dieser Fall berührte Yao Huaifang, Mitglied der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes (PKKCV) der Provinz Anhui und Chefarzt des Ersten Universitätsklinikums der Anhui-Universität für Traditionelle Chinesische Medizin, zutiefst.
Yao Huaifang ist der Ansicht, dass es für eine Person über ein Jahr lang zu belastend sei, tagsüber zu arbeiten und nachts Patienten zu betreuen. Hätte das Krankenhaus die Pflege besser koordinieren können, wäre die Tragödie möglicherweise nicht passiert.
Dieser Vorfall ließ Yao Huaifang erkennen, dass nach der Einlieferung des Patienten die Schwierigkeit, den Patienten zu begleiten, zu einer weiteren Belastung für die Familie des Patienten geworden ist, insbesondere für diejenigen hospitalisierten Patienten, die schwer krank, behindert, postoperativ, im Wochenbett oder aufgrund einer Krankheit nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen.
Laut ihren Recherchen und Beobachtungen benötigen über 70 % aller stationären Patienten Begleitung. Die aktuelle Situation ist jedoch unbefriedigend. Derzeit wird die Pflege stationärer Patienten hauptsächlich von Familienangehörigen oder Pflegekräften übernommen. Familienangehörige sind oft überlastet, da sie tagsüber arbeiten müssen und die Pflege nachts leisten müssen, was ihre körperliche und seelische Gesundheit stark beeinträchtigt. Viele der von Bekannten empfohlenen oder über Agenturen vermittelten Pflegekräfte sind nicht ausreichend professionell, häufig häufig umgezogen, älter, haben einen niedrigen Bildungsstand und sind teuer.
Können Krankenhauskrankenschwestern alle Aufgaben der Patientenversorgung übernehmen?
Yao Huaifang erklärte, dass die derzeitigen Pflegekräfte des Krankenhauses nicht in der Lage seien, den Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden, da es an Pflegekräften mangele und diese nicht einmal die medizinische Versorgung bewältigen könnten, geschweige denn die täglichen Pflegeaufgaben der Patienten übernehmen könnten.
Gemäß den Vorgaben der nationalen Gesundheitsbehörden sollte das Verhältnis von Krankenhausbetten zu Pflegekräften mindestens 1:0,4 betragen. Das heißt, auf einer Station mit 40 Betten sollten mindestens 16 Pflegekräfte tätig sein. In vielen Krankenhäusern liegt die Anzahl der Pflegekräfte jedoch aktuell deutlich unter 1:0,4.
Da es derzeit nicht genügend Pflegekräfte gibt, ist es möglich, dass Roboter einen Teil der Arbeit übernehmen?
Tatsächlich kann künstliche Intelligenz im Pflege- und Gesundheitswesen einen großen Unterschied machen. Beispielsweise benötigen ältere Patienten für die Inkontinenzversorgung lediglich einen intelligenten Inkontinenzroboter, der wie eine Hose aussieht. Dieser erkennt automatisch Ausscheidungen, saugt automatisch ab, spült mit warmem Wasser und trocknet mit warmer Luft. Er arbeitet geräuschlos und geruchlos, und das Pflegepersonal muss lediglich regelmäßig Windeln und Wasser wechseln.
Ein weiteres Beispiel ist die Fernüberwachung. Der Roboter kann Patienten auf der Überwachungsstation kontinuierlich identifizieren und Auffälligkeiten rechtzeitig erkennen. Er kann sich fortbewegen und Anweisungen wie „Kommen“, „Gehen“, „Aufstehen“ und „Absteigen“ entgegennehmen. Zudem kann er Patienten bei der Kontaktaufnahme mit dem Pflegepersonal unterstützen, und Patienten können über das Gerät per Video direkt mit dem Pflegepersonal kommunizieren. Pflegekräfte können sich so aus der Ferne vergewissern, dass es dem Patienten gut geht, wodurch ihre Arbeitsbelastung reduziert wird.
Die Altenpflege ist ein dringendes Bedürfnis jeder Familie und Gesellschaft. Angesichts der alternden Bevölkerung, des zunehmenden Drucks auf Kinder und des Mangels an Pflegepersonal bieten Robotern unbegrenzte Möglichkeiten, in Zukunft eine zentrale Rolle bei der Altersvorsorge zu spielen.
Veröffentlichungsdatum: 28. September 2023